Es ist ein Glücksfall für die Heilig-Geist-Gemeinde, der ganz viele neue Möglichkeiten eröffnet, soviel ist sicher. Denn Ende 2024 wurde die „Gemeindestiftung Heilig Geist“ gegründet, die mit einer Eigentumswohnung in Fürth und einem Aktiendepot ausgestattet wurde. Die Erträge aus diesem beachtlichen Grundstockvermögen werden künftig die Gemeindearbeit fördern.
Der großzügige, ältere Herr, der dies möglich gemacht hat, will nicht einmal, dass sein Name öffentlich wird. „Ich will mich nicht in den Vordergrund spielen“, merkt er in fränkischer Bescheidenheit an. Weil er selbst nicht verheiratet gewesen sei und keine Kinder habe, kämen als Erben seines Vermögens nur entfernte Verwandte in Frage, erzählt er. „Ich wollte aber etwas schaffen, das Bestand hat und der Allgemeinheit zu Gute kommt. Und weil ich beruflich selbst mit Stiftungen zu tun hatte, lag der Gedanke an eine eigene Stiftung nahe.“ Der geborene Fürther lebt schon seit Kindertagen auf der Hardhöhe. Beruflich war er in verschiedenen Orten in Bayern unterwegs, aber Heimat war für ihn immer das Elternhaus und die Heilig-Geist-Gemeinde, wie er berichtet. „Die gemeindliche Jugendgruppe hat mich damals sehr geprägt. Deshalb liegt mir die Jugendarbeit sehr am Herzen. Und ich habe große Freude an Orgel- und Bläsermusik. Deshalb sollen diese Bereiche der Gemeindearbeit besonders von den Stiftungserträgen profitieren.“ Vielleicht, so hofft er, macht sein Beispiel Schule und es finden sich noch andere Menschen, die mit Zustiftungen, das Grundkapital erhöhen.
Bereits jetzt ist diese Stiftung aber eine ganz außergewöhnliche Form der langfristigen Unterstützung. Dafür dankt der Kirchenvorstand dem weitsichtigen Stifter herzlich im Namen der ganzen Gemeinde. Der Stiftungsvorstand formiert sich gerade und kann in Kürze seine Arbeit aufnehmen.
Ute Baumann